Agrargenossenschaft Mavek eG

Verwurzelt in der Erde.
Verbunden mit der Region.

Biogasanlage

Gülle zu Energie — natürliche Kreisläufe konsequent genutzt.

Was uns antreibt

Die GZE MAVEK GmbH macht aus dem, was andere entsorgen, saubere Energie für die Region.

Biogas ist nicht gleich Biogas. Viele Anlagen konkurrieren mit der Nahrungsmittelproduktion, weil sie auf Mais und andere Energiepflanzen angewiesen sind — und damit wertvolle Ackerfläche binden. Wir gehen einen anderen Weg: Unsere Anlage speist sich zu 100 Prozent aus der Gülle der benachbarten Milchviehanlage Seifersdorf. Kein Mais, kein Flächenverbrauch, keine Konkurrenz zur Lebensmittelerzeugung — sondern eine naturverträgliche Energiegewinnung aus dem, was im laufenden Betrieb ohnehin anfällt.

Die Anlage

Die GZE MAVEK GmbH — Gülle zu Energie — wurde 2012 als 100%ige Tochtergesellschaft der Agrargenossenschaft MAVEK eG gegründet und betreibt seitdem eine Biogasanlage mit 400 kW installierter Leistung direkt am Standort Seifersdorf.

Die Gaserzeugung basiert auf dem Prinzip Pfefferkorn, benannt nach dem Patentinhaber Ing. Herbert Pfefferkorn. Erkennbar ist das an der besonderen Form des Fermenters: Die Anlage arbeitet nach einem Verdrängungsprinzip und kommt im ersten Fermenter vollständig ohne Rührwerke aus — das reduziert Verschleiß, Energieverbrauch und Wartungsaufwand erheblich.

Kreislauf nachhaltig Gülle zu Energie

Fakten auf einen Blick

400 kW

Installierte elektrische Dauerleistung — Strom für die Region rund um die Uhr, erzeugt aus dem, was im eigenen Betrieb anfällt.

100 % Gülle

Kein Mais, kein Energiepflanzenanbau — ausschließlich Rindergülle aus der eigenen Milchviehanlage Seifersdorf als Ausgangsstoff.

Prinzip Pfefferkorn

Verdrängungsprinzip ohne Rührwerk im ersten Fermenter — effizient, wartungsarm und seit Jahren im Dauerbetrieb bewährt.

Geschlossener Kreislauf

Gärreste werden als vollwertiger Wirtschaftsdünger auf den Nutzflächen ausgebracht und ersetzen Kunstdünger.

Biogasanlage

Was mit dem Biogas passiert

Das erzeugte Biogas wird in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) zur gekoppelten Strom- und Wärmeerzeugung genutzt:

  • Der Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist und trägt zur regionalen Versorgung mit erneuerbarer Energie bei.
  • Die Prozesswärme wird zur Beheizung der Betriebsgebäude und zur Trocknung von Erntegütern genutzt — kein Watt geht verloren.
  • Die Gärreste aus dem Fermenter werden als organischer Wirtschaftsdünger terminiert auf den landwirtschaftlichen Nutzflächen der Agrargenossenschaft ausgebracht.

Ein weiterer praktischer Vorteil: Die Geruchsbelästigung bei der Gülleausbringung wird durch die vorherige Vergärung deutlich reduziert — ein spürbarer Gewinn für Anwohner und Umwelt.

Photovoltaik

Ergänzend zur Biogasanlage erzeugen Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Betriebsgebäude Solarstrom. Ein Teil davon deckt den betrieblichen Eigenbedarf, darüber hinaus stellen wir Dachflächen zur Vermietung bereit und unterstützen damit die nachhaltige Stromerzeugung in der Region — ein weiterer Baustein unseres Energiekonzepts.

Energie aus Verantwortung

Was in unserem Stall entsteht, heizt unsere Gebäude, erzeugt Strom für die Region und düngt unsere Felder. Das ist kein Zufall — sondern das Ergebnis eines konsequenten Denkens in Kreisläufen, das wir seit der Gründung der GZE MAVEK GmbH im Jahr 2012 leben.